cannabis.
Formen
Marihuana: getrocknete und geschnittene Blätter und Blüten des Indischen Hanfs.
Haschisch: Harz der Hanfpflanze
Anwendung
Marihuana: wird meist geraucht; seltener als Tee getrunken oder gegessen ("Haschischkekse").
Haschisch: wird meist pur oder vermischt mit Tabak geraucht.
Wirkung
Die Sinneswahrnehmungen - vor allem die optischen und akustischen - werden intensiviert. Es können Halluzinationen auftreten, das Redebedürfnis und die Kontaktfreudigkeit gesteigert sowie das Raum- und Zeitgefühl verändert werden. Die Wirkung ist individuell verschieden, sie kann von der psychischen Stimmung und dem sozialen Umfeld abhängig sein.
Bei Erstkonsum häufig keine Wirkung.
Akute Gefahren
Es können eintreten:
- Verkehrsuntüchtigkeit
- Sinnestäuschungen
Eher selten treten ein:
- erhöhte Risikobereitschaft
- Angst- und Panikzustände
- "Flash back"-Phänomene (nachträgliche Rauschzustände ohne vorherigen Konsum)
Langzeitfolgen
Durch Dauerkonsum können eintreten:
- Spontaneität, Interesse und Eigeninitiative führt zu reduzierter Leistungsbereitschaft
- Seelische Entwicklungsstörungen bis hin zur Auslösung von Psychosen und Depressionen
- Durch das Rauchen erhöhtes Risiko von Lungenschäden
Abhängigkeit
Unter Umständen psychische (d. h. "seelische") Abhängigkeit, keine körperliche Abhängigkeit.
Hinweis
Die Zahl derer, die Cannabisprodukte im medizinischen Bereich als hilfreich ansehen, wächst. Die Befürworter sehen Behandlungsmöglichkeiten bei Aids-Kranken (Linderung von Appetitlosigkeit und Auszehrung), Krebspatienten (Linderung der Nebenwirkungen bei einer Chemotherapie) sowie bei Depressionen, spastischen Anfällen und Multipler Sklerose.
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